Unmengen Gelder werden durch die Kraftstoffsteuern, die KFZ-Steuern, die Mautgebühren usw. eingenommen und wie sich bei der Fahrt über die B235 erkennen lässt mit Sicherheit nicht für die Instandhaltung der Straßeninfrastruktur eingesetzt. Nur zum allgemeinen Verständnis für jene die die B235 nicht kennen sollten. Es handelt sich hier nicht um eine ländliche oder selten befahrene Strecke. Nein diese Offroadstrecke läuft mitten durchs belebte Ruhrgebiet und bietet interessierten Offroadern also eine abenteuerliche Offroadfahrt mitten in städtischem Gebiet. Wenn das nicht ein vielversprechender Versuch deutscher Behörden ist dem bislang touristisch nur zu kleinen Teilen erschlossenen Ruhrgebiet eine weitere Attraktion hinzuzufügen.
Es bleibt abzuwarten bis endlich auch der Offroadtypische Schlamm in Kombination mit den typischen kleinen bis mittelgroßen Wasserlöchern auf Bundes- und Landesstrassen im Ruhrgebiet zu finden sein wird. Spätestens dann sollten Städte und Kommunen versuchen diese Attraktionen touristisch auch besser in ihren Werbekonzepten umzusetzen. Ansonsten wäre all der staatliche Aufwand, das Ruhrgebiet für Abenteuertouristen interessanter zu machen, umsonst.
So oder so fördert der deutsche Staat mit seiner aktuellen Politik der gezielten Verwahrlosung von Straßen im Ruhrgebiet abseits der Tourismus Sparte auf jeden Fall die KFZ-Werkstätten und den Verkauf von Offroadfähigen Fahrzeugtypen. Bleibt abzuwarten wie sich diese gezielte Förderung auf die Umwelt und den Wohlfühlfaktor im Ruhrgebiet auswirken wird. Ganz zu schweigen von der mit diesen Maßnahmen verbundenen Hoffnung auf den Strukturwechsel von der Industrie- zur Abenteuertourismusregion Ruhrgebiet.
Abschliessend lässt sich nur sagen: “Der Staat tut was mit den Steuergeldern der AuofahrerInnen und sehen, nein fühlen kann man es bei einer ganz alltäglichen Autofahrt auf der B235! Danke für diesen Abenteuerspaß!”
Regionale Förderung durch regional gezielte Verwahrlosung
