Wissensmanagement hat einen Klang der an Konzerne, Institute, NGOs oder Universitäten denken lässt. Doch auch der Privatanwender kann von den Tools profitieren, die jene Unmenge an Daten, die jeder von uns sammelt, erfassbar und nutzbar machen. Irgendwo liegen Dokumente, Links, Bilder und so weiter auf den Festplatten herum. Ja genau sie liegen herum und niemand erinnert sich an sie. Wie sollen nun also später aus diesem Wust an Informationen jene benötigten herausgefiltert werden? Genau dazu gibt es Programme und Tools, die es ermöglichen diesen persönlichen Schatz zu heben.
Diese Tools fungieren dabei als eine Form der Gedächtnisstütze, als ein Notizsystem und zur langfristigen – bei Wunsch sogar – strukturierten Organisation von kürzeren und längeren Informationen (wie z.B. Zitaten, Zusammenfassungen, Listen usw.). Dabei haben sie gegenüber längeren Texten (z.B. reinen Notizbüchern) den Vorteil die Technik der Verschlagwortung (Tagging) und hyperstrukturierten Querverweisung (z.B. in Form von Hypertext oder Nummernsystemen).
In diesem kleinen Beitrag soll es darum gehen fürs Erste einige dieser Tools in Kürze vorzustellen und das Interesse an dieser Möglichkeit der Wissensorganisation zu wecken. Selbstverständlich gibt es eine große Zahl weiterer Tools und deshalb erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
CUEcards ermöglicht es, eine Vielzahl kurzer Textfragmente strukturiert in einer Datei zusammenzufassen und zu verwalten. Dabei werden alle Einträge in einer übersichtlichen Baumstruktur angeordnet und können auch jederzeit per Volltextsuche wieder aufgefunden werden. Die Anwendung eignet sich zum Aufbau und zur Pflege von Wissenssammlungen wie z.B. Tipps & Tricks-Sammlungen, Support-Datenbanken, Dokumentationen, Zitate-Sammlungen usw. — oder ganz einfach als elektronischer Zettelkasten.
Scribble Papers nimmt Daten aller Art entgegen, eingegebene Texte als auch Grafiken (z.B. Screenshots), ganze Dokumente (z.B. Word- oder Excel-Dokumente), Verknüpfungen und Hyperlinks. Die Daten werden in frei zu erstellenden Ordnern und zu geordneten Seiten organisiert. Dabei stehen für die Textformatierung die üblichen Funktionen wie freie Schriftwahl, Schriftfarbe, Textausrichtung und -einrückung, Aufzählungszeichen etc. zur Verfügung. In den Ordnern des Zettelkastens lassen sich zusätzlich eigenhändige Vermerke, Kommentare oder Aufgabenlisten unterbringen, ebenso wie Dokumente unterschiedlicher Formate in Form dynamischer Objektverknüpfungen.
ScrapBook ist ein Firefox Add-On und ermöglicht es in Firefox Zettelkasten Notizen anzulegen. Dabei sammelt das Tool markierte Notizen oder ganze Webseiten aus dem Web und organisiert sie wie in einer Dokumenten Ablage zur späteren Verwendung.
Funktionen die ScrapBook anbietet sind:
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Komplette oder Teile von Webseiten lokal speichern
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Ganze Websites lokal speichern
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Organisiert die Sammlung genauso wie Lesezeichen
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Volltextsuche und Suche mit Schnellfiltern in der Sammlung
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Bearbeitung der gesammelten Webseiten
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Text/HTML Editier-Option ähnlich Operas Notes
Zettelkasten nach Niklas Luhmann ermöglicht es Literaturanmerkungen, Textstellen und Zitate zu sammeln und übersichtlich zu archivieren und zu verwalten. Das Prinzip nach dem das Tool funktioniert wurde dem Zettelkasten von Niklas Luhmann nachempfunden. Dabei wird jeder Eintrag mit Quellenangabe und Stichworten versehen. Das erleichtert somit sowohl das Verknüpfen von thematisch ähnlichen Einträgen als auch das Wiederfinden und gezielte Suchen von eingetragenen Texten.
Neben den Suchoptionen im Zettelkasten können interessante Einträge mit Lesezeichen markiert werden. Außerdem gibt es einige nützliche Eingabehilfen, die nicht nur lästige Tipparbeit ersparen, sondern auch bei der thematischen Vergabe von Stichworten zu den Einträgen intelligent unterstützen. Zusätzlich können zu den Einträgen Verknüpfungen auf Hyperlinks, Office- oder Grafik-Dateien etc. hinzugefügt werden.
Dieser Beitrag soll fortgesetzt werden. In Teil 2 wird es dann um Suchmaschinen und deren Einsatz auf dem privaten PC gehen.
