Fast drei Viertel des ausgetretenen Öls im Golf von Mexiko sei beseitigt, zu einem Teil verschwunden wie “Zucker im Tee”, wird ein Bericht der US-Regierungsbehörde NOAA zitiert ( Zitiert nach: http://www.heise.de/tp/blogs/2/148125 )
Allerdings wie man in der Zeit nachlesen kann:
Die «New York Times» merkt am Mittwoch jedoch an, dass es die für den Report federführende US-Wetter- und Klimabehörde NOAA war, die zu Beginn der Katastrophe die Menge des ausgetretenen Öls deutlich unterschätzt hatte. ( Zitiert nach: http://www.zeit.de/news-nt/2010/8/4/iptc-bdt-20100804-523-25840864xml )
Nein die NOAA wird sich schon nicht irren in dieser Angelegenheit, denn sonst müsste man ja wirkliche Konsequenzen aus der Katastrophe – nein aus dem kleinen Zwischenfall – ziehen. Das will doch nun wirklich niemand, denn letztlich würde eine solche Konsequenz ja evtl. an den Börsen zu Irritationen führen und den großen Energiekonzernen Schaden zu fügen.
Irgendwie hinterlässt das einen bitteren Nachgeschmack, denn wieder ein Mal wurde zu Beginn Panik geschürt und im Zuge dieser Panik von Konsequenzen, die verhindern sollten das sich so etwas wiederholt, gesprochen. Nur um dann zum Schluss der Geschichte wieder ein Mal festzustellen:
War alles gar nicht schlimm! Alles ist gut und wir machen weiter wie bisher!
Aber endgültig Entwarnung wollen weder Browner noch die NOAA-Chefin Jane Lubchenco geben. «Ich glaube, wir kennen die ganzen Auswirkungen der Ölpest auf das Ökosystem und die Menschen am Golf noch nicht», räumt Lubchenco ein. Eine der größten Fragen sei, welche Folgen das Öl auf die Eier und Larven von Fischen, Krebsen und Krabben hat. Aufschluss darüber werden wohl erst die nächsten Generationen der Meeresbewohner geben. Jedoch: «Wir sind in der glücklichen Lage, dass die Abbaurate im Ökosystem des Golfs recht hoch ist.» ( Zitiert nach: http://www.zeit.de/news-nt/2010/8/4/iptc-bdt-20100804-523-25840864xml )
Na dann ist doch alles gut und warten wir einfach ab. Das wird schon klappen, denn immerhin kümmern sich u.a. so renomierte Konzerne wie BP um die Sicherheit zukünftiger Bohrungen, die Abbaurate im Ökosystem des Golfs ist ja recht hoch und wir alle wissen ja wie sich z.B. Speiseöl in Wasser verhält. Anhand von Speiseöl kann man jeden Tag selbst die wundersame Verdünnung, Verdunstung und Auflösung von Öl in Flüssigkeit beobachten.
Und das wichtigste Ziel die Konzerne vor Mehrkosten und/oder Schadensersatzansprüchen zu schützen, ist ja auch erreicht worden. Ich bin wahrlich erleichtert und beruhigt. Alles ist gut!
— 6.8.2010 —
Kleiner interessanter Nachtrag: BP und US-Regierung: Mission accomplished? Zumindest sollte man sich, wenn man denn an dem Thema Interesse hat, den Artikel einmal durchlesen.


… sehr guter Beitrag, entspricht in allen Punkten meiner Meinung. “Alles wird gut.”
Kleiner interessanter Nachtrag: BP und US-Regierung: Mission accomplished? ( http://www.heise.de/tp/blogs/2/148131 )Zumindest sollte man sich, wenn man denn an dem Thema Interesse hat, den Artikel einmal durchlesen…